Gurken – Experiment 2019 – #1

Gurken, verschiedenster Sorten, lassen sich wunderbar auf dem Balkon pflanzen, bzw. aussäen! – Das Titelbild dieses Blog-Beitrages ist aus dem Jahr 2018 und zeigt links die Gurke Marketer zu Beginn ihres Wachstums.

Laubsack zum Sammeln von alter Erde

In diesem Jahr wird es verschiedene Gurken-Sorten auf meinem Balkon geben. Da ich relativ wenig Platz zur Verfügung habe, nutze ich als Behälter diesmal meinen Laubsack (Bild rechts) für meine Gurkenpflanzen, da er ein hohes Volumen hat, sodass genügend Erde zum Wachstum der Wurzeln zur Verfügung steht.

Normaler Weise sammele ich in diesem Behälter zum Ende der Saison immer meine „alte“ Erde, die ich jedes Jahr erneut mit Wurmkompost aufbereite, sodass ich sie in der darauffolgenden Saison wieder verwenden kann. Lest dazu auch den Beitrag: verbrauchte Pflanzenerde.

In den vergangenen Jahren habe ich ja schon öfters Gurken auf meinem Balkon gehabt. Ich konnte zwar ernten, aber irgendwie war ich nie so recht mit der Ernte zufrieden. Ich vermute fast, obwohl ich schon wirklich gut dünge, dass es dennoch zu wenig war. In diesem Jahr werde ich den Wurmkompostanteil wesentlich erhöhen und auch zudem regelmäßig wöchentlich mit der anfallenden Flüssigkeit vom Wurmkompost, zusätzlich düngen.

Als Kind war ich in den Schulferien immer auf einem Bauernhof – noch heute habe ich die Bilder vor mir, wie dort riesige Kürbisse am Rande des Misthaufens wuchsen. – Kürbisse gehören zur gleichen Pflanzengruppe – von daher hab ich mir gedacht, dass das in der Form auch mit Gurken so in der Richtung funktionieren muss. – Ich werde es ausprobieren und hier auf meinem Blog immer mal wieder darüber berichten.

Dünne Handschuhe sind beim Wurmkompost nützlich 😉

Meine Gurken wachsen in diesem Jahr also mehr oder weniger direkt auf einen Misthaufen – nur, das der sog. Mist, Wurmkompost sein wird.

Wurmkompost-Ausbeute über den letzten Winter

Wurmkompost habe ich in diesem Jahr mehr als genug. Über den Winter hinweg sind es 4 Klappkörbe voll geworden, (einen Teil davon habe ich schon verwendet) zudem der Kompost, der sich derzeit noch im Kompostbehälter befindet, das sind auch noch einmal 3 Kästen voll. Nachts decke ich die Körbe und auch meinen Wurmkomposter mit einer Haube ab, damit kein Regenwasser hinein kommt. Nun ja, die Menge sollte für mein Gurkenexperiment sicherlich reichen 😉

Ich werde sie auch nicht mehr vorziehen, sondern direkt an Ort und Stelle aussäen. (Einige Samen hatte ich ja bereits ausgesät, sie sind aber nicht für mich, sondern ziehen zu einer Nachbarin um) Um den Austrieb ein wenig voranzutreiben, werde ich den Behälter mit einer Tomatenhaube versehen, sodass die dadurch entstehende Wärme sicherlich den Pflänzchen gut tun wird und so das Wachstum auch beschleunigt wird.

In diesem Jahr kommen alle Gurken-Sorten zusammen in diesen Laubsack, denn nach unten hin ist genug Erde für alle Wurzeln vorhanden. Von jeder „großen“ Sorte werde ich jeweils 2 Samen aussäen, falls ein Samen mal nicht keimen sollte. Von der Snack-Gurke werden auch jeweils 2 Samen in den Zwischenräumen ausgesät. Jeweils die stärkste Pflanze verbleibt dann in dem Kübel. Die anderen werde ich separat umpflanzen und entweder verschenken oder wenn ich noch einen Platz finde, selbst behalten.

Die „großen“ Sorten werden so ausgesät/gepflanzt, dass sie Platz haben, um an stabilen Bambusstäben nach oben zu wachsen. Das sind in diesem Jahr die Sorten: Fatum, die Marketer und die Chinese Slangen. Dazwischen kommt jeweils eine Pflanze der kleineren Snack-Gurke Picolino, die dann nach unten ranken soll. Und ja, vielleicht passt sogar noch der eine oder andere Kopf Salat dazwischen. Mal schauen …

Nähere Infos zu den beiden letzten Sorten findet ihr in meinem Tagebuch 2019 – 21. März – die anderen beiden Sorten erkläre ich euch anschließend.

Mein Pflanzsack steht auf einem Rollwagen, sodass er ganz bequem von der Stelle bewegt werden kann, um den bestmöglichen Standort zu wählen. Ob das alles so klappt, wie ich mir das vorstelle, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Ich werde euch auf dem Laufenden halten …

Wer seine Gurken vorziehen möchte und Infos benötigt, findet diese unter Anzucht von Gurken.


Gurke – „Marketer“

Abb. Gurke Maketer (2018)

Aus den vergangenen Jahren habe ich noch ein paar Samen der Gurke „Marketer“, die ich in diesem Jahr aufbrauchen werde.

Die Früchte der Gurke „Marketer“ werden etwa 20 cm lang. Sie sind süß, knackig, reich an Vitamin C und schmecken wirklich gut. Im letzten Jahr hatte ich sie auch bereits gepflanzt und konnte auch einige Gurken dieser Sorte ernten.

Geschmacklich kann ich diese Sorte sehr empfehlen – Samen der Gurke „Marketer“ findest du bei Amazon.


Landgurken / Schmorgurken

Wie oben bereits erwähnt, werde ich in diesem Jahr auch die Riesen-Schälgurke Fatum auf meinem Balkon pflanzen. Gestern sind die bestellten Samen eingetroffen – oh je, ich hoffe, das passt alles vom Platz her – aber mit diesen Gurken habe ich im Herbst etwas vor, daher dürfen sie in diesem Jahr auf keinen Fall fehlen. Zur Erntezeit gibt es dann ein leckeres Rezept für euch! Ihr dürft gespannt sein 😉

„Landgurken“, auch bekannt unter dem Namen „Schmorgurken“, können auch im Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse gepflanzt werden, sofern genügend Platz und Sonne vorhanden ist. Auf dem Balkon empfiehlt es sich, sie in die Höhe wachsen zu lassen. Dazu eignet sich ganz gut ein stabiler Bambusstab, mit einer Länge von etwa 2 Meter. Vor einigen Jahren hatte ich schon einmal eine ähnliche Sorte auf meinem Balkon gepflanzt, daher weiß ich, dass es klappt.

Land- oder Schmorgurken

Nicht jeder kennt Landgurken – das sind diese dicken, bauchigen Gurken, zunächst sind sie grün, sie können aber auch eine gelbliche Farbe haben, je nach dem, zu welchem Zeitpunkt man sie erntet. Zur Erntezeit bekommt man Landgurken oft auch auf dem Wochenmarkt.

Sorten, wie die Riesen-Schälgurken Fatum nimmt man beispielsweise gerne zum Einlegen von Senfgurken. (Diese Sorte kann du bei Kiepenkerl beziehen) Aber auch für einen Gurkensalat, schmecken sie gut.


Beide nachfolgenden Abb. © Kiepenkerl

Die Sorte „Fatum“ kannst du bei Kiepenkerl beziehen, die gleiche Sorte gibt es auch noch von „Sperli“ bei Amazon


In den nächsten Tagen geht es dann wieder weiter mit Berichten in meinen Tagebüchern von meinen bereits ausgesäten Pflanzen – es tut sich schon einiges … aber dazu in den nächsten Tagen mehr.

Wer Fragen hat, oder etwas anderes los werden möchte, schreibt einfach in den Kommentaren. Freue mich auf einen Kommentar von euch …

Habt alle ein wunderschönes, hoffentlich sonniges Wochenende! – Eure Lisa

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