Tagebuch 2018 – März

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04.03.2018

Eigentlich wollte ich in diesem Jahr keine Samen aussäen, sondern vorgezogene Pflanzen kaufen, da ich wie immer, auch in diesem Jahr zwischendurch immer mal wieder auf Buchmessen unterwegs sein werde. Oft fehlt mir einfach die Zeit, mich ausgiebig um meine Pflanzenzöglinge zu kümmern, zudem bin ich ja auch noch berufstätig, sodass meine Tage oftmals bis zum Rande gefüllt sind. 

In diesem Jahr ist auch die Teilnahme an zwei Pflanzen- & Blumenmärkten mit meiner Neuerscheinung, Mein Nasch-Balkon – Sonderedition, geplant, aber das ist alles noch in der Schwebe, da ich mich dafür erst vor kurzem angemeldet habe und ich nicht weiß, ob ich noch einen Standplatz bekommen werde. 

Aber, als ich heute morgen diese Pflanzensamen in einem Werbepost entdeckt habe, haben mich diese Tomaten so angelacht, dass ich dann doch nicht widerstehen konnte und sie bestellt habe 😉

Leider habe ich ja nicht viel Platz auf meinem Balkon, sonst wären es sicher noch mehr Samen geworden. In jeder Packung sind 10 Samen enthalten, sodass die Samen bei mir dann auch noch für das nächste Jahr reichen werden, da ich nicht den Platz für so viele Pflanzen habe. Nun ja, die eine oder andere Pflanze wird dann sicherlich auch noch an liebe Menschen zum Frühjahr hin, verschenkt.

Rein optisch sehen die Früchte der „Cherokee Purple Tomate“ ja schon sehr schmackhaft aus und ich bin echt gespannt auf die Ernte. 🙂 Nachfolgend eine kurze Beschreibung der beiden Sorten, die ich für dieses Jahr ausgewählt habe:

CHEROKEE PURPLE TOMATE

Bild- + Textrechte: Samenfritze
Bild- + Textrechte: Amazon

Eine sehr alte Sorte die aus dem 19. Jahrhundert stammt.

Ursprünglich wurde sie von den Cherokee Indianern gezüchtet. Die Pflanze liefert Früchte mit einem hervorragenden Geschmack und einer dünnen Außenhaut.

Reifezeit: Mittel

Standort: Geschütztes Freiland, Gewächshaus Wuchs: 120-250 cm

Geschmack: Mild, aromatisch Fruchtgröße: Bis 200 g

Fruchtfarbe: Rotbraun

Auch die nachfolgende Gurkensorte liebe ich, daher freut es mich sehr, dass ich diesen Samen noch entdeckt habe.

Mit Gurken hatte ich bisher nicht ganz so viel Erfolg auf meinem Balkon – wahrscheinlich liegt es daran, dass ich zu wenig Sonne zur Verfügung habe – aber nun, ich probiere es einfach noch mal mit der „Marketer Gurke“ und ich hab auch schon eine Idee, an welche Stelle ich sie pflanzen werde, wo sie hoffentlich genug Sonne bekommt. 🙂 – erhältlich bei Amazon

MARKETER GURKE

Bild- + Textrechte:  Samenfritze
Bild- + Textrechte: Amazon

Die Früchte der Marketer werden ca. 19-21 cm lang.

Die Früchte sind süß, knackig und reich an Vitamin C.

Standort: Freiland, Gewächshaus

Saattiefe: 0,5-1 cm

Aussaat: Ab Ende März in Anzuchtschalen oder Mitte Mai direkt ins Freiland.

Keimdauer: 5-15 Tage bei 18-25 Grad – Verwendung: Salate, Frischverzehr – Abstand: 60-70 cm zwischen den einzelnen Pflanzen – ebenso erhältlich
erhältlich bei Amazon

So, wie es aussieht, haben meine Pflanzen die frostige Zeit auch ganz gut überstanden. Habe sie heute morgen schon alle wieder „ausgepackt“, denn es scheint ein schöner, sonniger Tag zu werden und vorerst sind ja keine Fröste lt. Wettervorhersage in Sicht. 

Die Blumenzwiebeln wachsen auch schon ganz schön und teilweise sieht man bei den Hyazinthen sogar schon den Blütenansatz. Sieht bestimmt toll aus, wenn sie in den nächsten Wochen blühen werden, dann kommt Farbe auf meinen Balkon 😉 Im Moment ist ja doch noch alles recht trist und grau.

Wenn das Wetter wärmer wird, werde ich in den nächsten Tagen dann auch meine Kirschen-Säule in einen größeren Topf umpflanzen. Dazu muss aber mein Vorrat an Pflanzenerde erst einmal wieder auftauen, denn sie ist noch komplett gefroren. 

Einzig, meine Hängepolsterglocke“ – Campanula poscharskyana, hat den Frost, obwohl sie winterfest ist, wohl doch nicht vertragen. Ich habe nun heute morgen einfach die Blätter oberhalb der Erde abgeschnitten, wie man auf dem Bild sieht, ich denke aber, dass sie wieder neu austreiben wird – hoffentlich, denn sie ist eine meiner Lieblingsblumen 🙂 

Hängepolsterglocke: „Campanula poscharskyana“ (Bild aus dem Jahr 2017)

 

Auch eine meiner beiden Klematis hat wohl ein bisschen Schaden genommen – sie lässt auch die Blätter hängen – ich hoffe, sie erholt sich noch. 

18.03.2018

Der Winter ist für ein paar Tage zurück und nun sind alle Pflanzen auf meinem Balkon wieder gut eingepackt. 

Weitere Pflanzen, wie meine Heidelbeeren, stehen auf meiner Bank und sind durch die Abdeckhaube geschützt.

Die Blumenzwiebeln habe ich einfach mit einem leeren Blumenkasten abgedeckt, sodass sie auch etwas vor dem Frost geschützt sind. Sie sind inzwischen mächtig gewachsen, es muss einfach wärmer werden …

In spätestens 1 Woche soll ja dann endlich der Frühling kommen – Na, ich lasse mich überraschen 😉

Eine meiner beiden Clematis aus den letzten Jahren hat den Frost leider auch nicht überlebt. Sie ist bei den letzten, frostigen Tagen erfroren, sodass ich nun in diesem Jahr noch eine neue kaufen werde. Schade, sie war so schön :-).

Bei der zweiten dachte ich, dass sie es auch nicht überlebt hat, aber sie treibt inzwischen wieder aus, sodass ich guter Hoffnung bin. Das ist bei solchen Pflanzen halt ein Nachteil, wenn sie in Kästen oder Kübeln gehalten werden. Ist die Wurzel in der Erde im Garten, hat sie doch wesentlich mehr Schutz vor Frost, als in einem Kübel. Im nächsten Winter werde ich sie in mein Gewächshaus stellen, sodass sie dort dann mehr Schutz vor Frost haben wird.

Bildrechte: © Ahrens + Sieber

In den vergangenen Tagen habe ich bereits auch den MultiFlora Pflück-Blumenkohl bestellt. 

Ich bin gespannt, ob er auf meinem Balkon wächst – er bekommt den sonnigsten Platz, den ich habe 🙂

Bildrechte: © Ahrens + Sieberz

Ebenso zieht in diesem Jahr die 

auf meinem Balkon ein. 

Meine bisherigen Obstsäulen habe ich verschenkt an Besitzer vollsonniger Balkone, diese beiden Sorten sollen auch im Halbschatten sehr gut wachsen. 

Meine bisherigen Obstsäulen habe ich verschenkt an Besitzer vollsonniger Balkone, diese beiden Sorten sollen auch im Halbschatten sehr gut wachsen. 

23.03.2018

Heute zunächst einmal einen kleinen Frühlingsgruß von meinem Balkon aus dem Jahr 2016 zu euch. Habt alle ein schönes Wochenende!

Zwischenzeitlich sind auch meine Samen eingetroffen und heute kommen sie in die Erde. Bestellt hatte ich, wie schon erwähnt, die„MARKETER GURKE“ und die „CHEROKEE PURPLE TOMATE“(Die Beschreibungen findet ihr weiter oben in diesem Tagebuch) Als Zugabe lag noch ein Päckchen Samen von der „Rio Grande-Tomate“ dabei. 

Von jeder Sorte werde ich 3 – 4 Samen aussäen, 10 pro Sorte sind zu viel, selbst die 3 – 4 Samen pro Sorte, wenn sie alle was werden, sind für meinen Balkon zuviel, sodass ich dann auch noch Pflanzen verschenken werde, wenn alle keimen und anwachsen.

Die Samentütchen mit den restlichen Samen werden wieder gut verschlossen und dann für das nächste Jahr aufbewahrt. – Übrigens, dazu eignen sich auch hervorragend Kaugummidosen (die mit dem Klippverschluss), falls ihr sie habt. Die restlichen Samen kommen mit Tütchen dort hinein und können so dann dunkel und geschützt aufbewahrt werden. 

Nachfolgend auch noch kurz die Beschreibung für die „Rio Grande Tomate“.

RIO GRANDE TOMATE

Bild- + Textrechte: © Samenfritze

Diese Sorte eignet sich besonders zur Ketchupherstellung, zum Einlegen oder zum Trocknen.

Rio Grande ist eine sehr ertragreiche Sorte

Die Pflanze gilt als Pilz- und Fäulnisresistent und kommt auch mit niedrigeren Temperaturen gut zurecht.

Wuchs: 150-250 cm * Fruchtfarbe: Rot * Standort: Freiland, Gewächshaus * Reifezeit: Mittelfrüh * Fruchtgröße: Ca. 150 g * Geschmack: Intensives Tomatenaroma

Die Frühjahrs-Blumenzwiebeln sind super gewachsen und ja, wenn das Wetter mitspielt, werden sie sicher bis Ostern blühen. Nun, hoffen wir das Beste 😉

Heute habe ich noch aus den Regalen, die ich immer auf meinem Balkon stehen habe, ein Gewächshaus gebaut. Die Haube hatte ich noch von einem früheren Gewächshaus, sodass ich nun viel Platz für die Pflanzen habe, die nach und nach dort hineinkommen. (Man sollte die Hauben immer aufheben, wenn mal ein Gewächshaus kaputt geht, wie ihr seht, lässt sich alles wieder verwenden)

Das geht echt gut mit diesen Kunststoffregalen, vor allen Dingen sind sie recht stabil und man kann es sich so zusammenbauen, wie man die einzelnen Ebenen benötigt. Es hat jetzt eine Größe von 0,80m x 0,60m x 1,80m, und 4 Etagen, wobei die unteren Etagen wohl eher für meine Katzen gedacht sind, da ich sie verschließen oder öffnen kann. Die beiden haben sich schon jeder eine Etage reserviert 😉 Im Sommer wird dann in jeder der unteren Etagen wieder eine Katzenwiese ausgesät und angelegt. 

Zudem war ich heute auch auf dem Markt und habe bereits Salatpflanzen, ein paar Erdbeerpflanzen, zwei Anemonen und eine neue Clematis mitgebracht, die nun vorerst in dem Gewächshaus stehen. Ebenso sind dort meine Heidelbeeren für die nächsten Tage untergebracht. 

… und hier noch einmal meine Kirsch-Obstsäule, (Bild oben, links oder unten in dem runden Kübel) die nun nicht mehr unter der Haube steht – die habe ich heute ja für das Gewächshaus verwendet – passte perfekt. Bei uns ist heute tollster Sonnenschein bei frühlingshaften Temperaturen, sodass das Bäumchen gut draußen stehen kann. Beim oberen Bild kann man auch schon gut sehen, dass die Augen langsam anfangen auszutreiben. Mit Klick auf die Abbildungen lassen sich beide Bilder vergrößern. 

Ebenso sind inzwischen auch die Samen der Tomaten und Gurken heute in die Erde gekommen. Die habe ich einfach in einer durchsichtigen Dose mit Klippverschluss ausgesät. Sie stehen jetzt auf der warmen Fensterbank und bis sie keimen, bleibt der Deckel drauf, anschließend wird der Deckel nach und nach immer etwas mehr aufgemacht, sodass sich die Jungpflanzen nach und nach an die Zimmertemperatur gewöhnen können. Wenn sie stark genug sind, werden sie umgepflanzt und kommen dann auch in mein selbstgebautes Gewächshaus.

30.03.2018

Meine ausgesäten Gurken: „MARKETER GURKE“  sind schon richtig gut gekeimt.

Inzwischen habe ich sie schon in einzelne Töpfe umgepflanzt, da sie wesentlich weiter als die Tomatensämlinge sind.

Auch die Tomatensamen: „CHEROKEE PURPLE TOMATE“  und „RIO GRANDE TOMATE“ kommen jetzt langsam. – Noch sind nicht alle gekeimt, zwei von der „RIO GRANDE TOMATE“  fehlen noch.

So langsam wird es echt eng auf meinem Balkon.

Das Gewächshaus ist noch etwas höher geworden, da unsere Lilly immer auf das Dach gesprungen ist. Das ist mir zu riskant, da dort oben kein Katzennetz mehr vorhanden ist.

Morgen wird die Klemm-Markise angebracht und dann auch alles ein wenig umgestellt, damit wieder mehr Platz vorhanden ist. 

Später kommen dann auch noch meine Tomaten- und Gurkenzöglinge in mein selbstgebasteltes Gewächshaus. Einige dieser Pflanzen werde ich aber verschenken, da ich nur jeweils 2 pro Sorte auf meinem Balkon pflanzen werde. 

Zwischenzeitlich ist auch mein Säulenobstbaum ‚Zwetsche Imperial‘ eingetroffen. 

Die Pflaumen-Säule ist schon recht groß und hat bereits eine Stammhöhe von 1,30m.

Drei Salatpflanzen habe ich noch unter die Säulenpflaume mit in den Kübel gepflanzt, um den dort vorhandenen Platz noch zu nutzen. Nachts wird dieser vorerst aber noch mit einer Folie geschützt, damit er besser anwachsen kann.

Passend zur Pflanzzeit ist auch wieder ein Kasten Wurmkompost durchgearbeitet, sodass er in den nächsten Tagen gesiebt werden kann. Meine fleißigen Helferlein leisten echt gute Arbeit und ich konnte schon oft meinen eigenen Wurmkompost verwenden. Wer Infos dazu braucht, schaut unter dem Thema: Wurmhumus-/kompost, dort findet ihr weiteres dazu. 

Und hier auch noch mal einen Tipp, der schon im Tagebuch 2015 zu finden ist …

„Verbrauchte“ Pflanzenerde

Für den Balkon wird immer eine Menge an Pflanzenerde benötigt, u. U. ist das auch eine ganz schöne Schlepperei.

Inzwischen kaufe ich nur noch ganz, ganz wenig „neue“ Erde und verwende immer die Erde aus dem Vorjahr, die ich in einem großen „Laubsack“ (Bild) im Herbst sammele, wenn die verblühten Kästen entfernt werden. 

Nachdem alle Pflanzen- und Wurzelreste aus der Erde entfernt wurden, kommt die „gesäuberte“ Erde in den Laubsack (Du kannst natürlich auch jeden anderen Behälter dazu verwenden). Dieser Pflanzsack steht bei mir auf einem Rollwagen, da er auch sehr schwer ist, sodass er sich so wesentlich leichter bewegen lässt. Die Erde aus dem Vorjahr ist zwar meistens Nährstoffmäßig aufgebraucht, dennoch ist diese Erde ja nicht schlecht und zu schade, um sie zu entsorgen. (Der Deckel ist nur darauf vorhanden, weil meine Katzen sonst darin rumbuddeln)

Teilweise mische ich etwas neue Erde dazu, falls die vorhandene Erde nicht ausreicht, ebenso mische ich dieser Erde aber dann auch noch einen ganzen Kasten gesiebten Wurmkompost unter. Das reicht völlig aus, um wieder eine gute Erde für das darauffolgende Jahr zu haben, zumindest habe ich diese Erfahrungen gemacht. In der nächsten Saison gebe ich dann beim Einpflanzen von neuen Bäumchen oder Gemüsepflanzen oder auch Blumen, erneut Wurmkompost mit in das Pflanzloch. (Diese Erde kann nicht für Heidelbeeren verwendet werden, sie benötigen eine spezielle Erde)  

Bei älteren Pflanzen, die schon länger im Topf sind, wird einfach in die vorhandene Erde noch Wurmkompost eingearbeitet, damit wieder ausreichend Dünger für die Saison zur Verfügung steht. 

Das geht super gut mit einem sog. Pflanzenhelfer wie auf der Abb. rechts. Sie kosten etwa um 1 Euro und sind fast überall, wo es Pflanzenzubehör gibt, zu bekommen. Einfach an ein paar freien Stellen im Kübel hineinstechen, ein bisschen das Loch durch hin und her bewegen, weiten, Kompost hinein und anschließend die Erde wieder etwas zusammendrücken. Mit jedem Gießen gelangen die Nährstoffe somit an die Wurzeln. 

Auch meine Säulenkirsche Garden Bing® treibt nun langsam aus. (Art.-Nr.: 4518 bei Baldur.de) und die Knospen sind schon gut erkennbar.

Ebenso sind bei meinem Johannisbeerbäumchen nun auch die ersten Triebe zu sehen. 

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