Weintrauben, bzw. Weinreben

Weinreben zum Begrünen einer Überdachung oder als Sichtschutz

Weintrauben/ bzw. -reben sollten auf Balkon oder Terrasse nur gepflanzt werden, wenn viel Platz vorhanden ist. Zum Beispiel, wenn eine Begrünung, bzw. Überdachung des Balkons gewünscht ist oder ein Sichtschutz für Privatsphäre sorgen soll, dann sind Weinreben ganz gut geeignet und vielleicht eine gute Lösung, vorausgesetzt, dass genügend Platz für diese Gewächse vorhanden ist, denn die meisten Sorten werden recht hoch, das fängt bei ca. 3 m an und nach oben hin, ist die Wuchshöhe je nach Sorte, sehr unterschiedlich. 

Wann macht es Sinn, Weinreben zu pflanzen?

Sonnenverwöhnte Weintrauben bestechen mit einer Süße, die schon etwas misstrauisch machen kann. Tatsächlich haben Trauben einen recht hohen Fruchtzuckergehalt. Doch mit etwa 70 Kalorien pro 100g sind sie noch längst keine Dickmacher, wie man ihnen öfter nachsagt. Und die „kleine Sünde“ eines Naschanfalls wird durch den reichen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und gesundheitsfördernden Polyhenolen mehr als wettgemacht.

  • Weintrauben bzw. Weinreben sind bei uns nur in milden Regionen zuverlässig winterhart.
  • Ab einer Temperatur von unter –20 °C besteht Gefahr, dass die Pflanzen erfrieren.
  • Wer Weinreben auf seinem Balkon im Kübel pflanzen möchte, sollte sich vergewissern, dass die Temperatur in der jeweiligen Region im Jahresmittel mindestens 8 °C beträgt.
  • Zudem benötigen die Kübel in der kalten Jahreszeit auf jeden Fall einen Winterschutz.
  • Früchte kannst du erst im zweiten Jahr erwarten, da die Reben am einjährigen Holz fruchten, das auf zweijährigem Holz steht.
  • Moderne Tafeltraubensorten sind meist robust und anpassungsfähig, einige sogar kernlos, sie eignen sich daher besonders gut zum Frischverzehr.
  • In der Regel unterscheidet man zwischen früh, mittelfrüh und spät reifenden Sorten in verschiedenen Fruchtfarben.

Zunächst allgemeine Infos über Weintrauben bzw. Weinreben

Am geschützten Standort auf Balkon oder Terrasse gedeiht die Weinrebe auch in kälteren Regionen oft erstaunlich gut. Aber auch selbst, wenn die Ernte bescheiden ausfällt, sorgt diese schöne Rankpflanze für eine heimische Atmosphäre. Sofern sie nicht jährlich für eine Überwinterung drinnen zurückgeschnitten werden muss, kann sie auch bei Kübelhaltung mit den Jahren Geländer, Wände oder Überdachungen beranken und sorgt so für ein lauschiges Plätzchen aber ggf. auch für einen super tollen Sichtschutz.

Für den Hobby- bzw. Kübelanbau finden nur Tafeltrauben Verwendung, diese haben gegenüber den Winzersorten einen großen Vorteil: Sie sind recht widerstandsfähig gegen Falschen und Echten Mehltau.

Kultur

Im Frühjahr in große, frostfeste Gefäße ein- bzw. umpflanzen. So einpflanzen, dass die Veredelungsstelle etwa 5 cm über der Erdoberfläche liegt. Alle 3 – 5 Jahre umpflanzen. Triebe an Stäben, einem Drahtspalier oder Rankgerüst befestigen.

Pflege

Weinreben immer leicht feucht halten. Im Frühjahr Langzeitdünger geben oder bis Anfang August alle drei bis vier Wochen düngen. Wenn es nötig ist, mit Netzen vor Vogeldieben schützen. In kalten Lagen ist unbedingt ein Winterschutz zu empfehlen, oder aber die Triebe einkürzen und „drinnen“ hell und sehr kühl überwintern.

Schnitt

Wie man die Reben nun schneidet, hängt vor allem davon ab, welche Wuchsform man wünscht. Kompakte Kübelreben haben einen Haupttrieb. Dieser muss jährlich im Spätwinter auf die gewünschte Höhe zurückgeschnitten werden. Von diesem Haupttrieb gehen einige wenige fruchttragende Seitentriebe ab, die immer wieder erneuert werden. Ein oder zwei davon können auch – heruntergebogen oder (als Kordon) waagerecht gebunden – als Gerüsttriebe an einem Spalier dienen.

Soll der Wein dagegen ranken, lässt man mehrere günstig verteilte Seitentriebe in die Länge wachsen, so dass sie mit den Jahren z. B. ein fächerartiges Gerüst mit beständig erneuerten Fruchttrieben bilden. Hierbei ist der Schnitt je nach erwünschter Erziehungsforum unterschiedlich, so dass sich hier auf jeden Fall Spezial-Literatur wie z. B. Hobbyweinbau oder Hobby-Winzer bzw. fachliche Beratung lohnt.

Wichtig ist aber vor allem der Schnitt der Seitentriebe im Spätwinter. Hier empfiehlt sich meist der Rückschnitt auf zwei Augen, der etwa 2 cm über dem äußeren Auge erfolgt. Aus diesen Augen wachsen dann zwei neue Triebe. Der weiter vom Stamm entfernte wird im Folgejahr ganz entfernt, den näher stehenden schneidet man wieder auf 2 Augen zurück, aus denen sich wieder neues Fruchtholz entwickelt. Diese Triebe werden im nächsten Spätherbst wieder auf zwei Augen gekürzt usw. So bilden sich beständig neue Fruchttriebe nah am Haupttrieb bzw. Stamm. Im Frühsommer werden dann ungewollte Triebe, die aus dem Stammholz treiben, ausgebrochen, ebenso Triebe, die keine Blüten tragen. Lange Fruchttriebe können im Sommer auf etwa vier Blätter hinter der letzten Traube eingekürzt werden.

Ernte

Nach der Ausfärbung probieren, ob die Trauben reif sind, dann werden die Fruchtbestände komplett abgeschnitten.

Beerenobst + Äpfel  + Kirschen + Birnen + Säulenobst + Zwergobst oder Mini-Stämmchen + Weintrauben + Pflaumen & Zwetschgen und noch vieles, vieles mehr, in allerbester Qualität!

Pflanzen direkt aus der Baumschule
 

Farbatlas Krankheiten, Schädlinge und Nützlinge an der Weinrebe

Kurzbeschreibung

Krankheiten und Schädlinge der Weinrebe erkennen, Nützlinge fördern.

• Mehr als 270 brillante Farbfotos von Rebkrankheiten, Schädlingen und Nützlingen
• Handlich im Format
• Neu – mit Tafeltrauben

Das Buch behandelt die Grundlagen des Rebschutzes mit den Teilbereichen Pflanzenschutztechnik, Ökologischer Weinbau, Tafeltraubenanbau, Kulturmaßnahmen und Erzeugung gesunden Pflanzgutes. Neben der Beschreibung von Krankheiten, Schaderregern und Nützlingen sowie Verweisen auf Verwechslungsmöglichen finden Sie Empfehlungen zu deren Vorbeugung, Behandlung oder Bekämpfung. (Abb. © Amazon)

Farbatlas Krankheiten, Schädlinge und Nützlinge an der Weinrebe [Gebundene Ausgabe]