Pflanzenerde & Substrat

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“Erde” ist nicht gleich “Erde”

Bei unseren Pflanzen ist es genau so, wie bei uns Menschen. Je nach dem, ob wir “gute” Lebensmittel essen, oder “weniger gute” Lebensmittel zu uns nehmen, nimmt es Einfluss auf unsere Gesundheit und auf unser Wohlbefinden. Und genau so ist es auch bei unseren Pflanzen.

Verschiedene Pflanzengruppen benötigen auch unterschiedliche Erde, damit sie gut gedeihen können. Ich werde hier einen kleinen Bereich vorstellen … aber dieses Thema ist so vielfältig, es würde den Rahmen dieser Seite hier sprengen. Ratsam ist daher vor allen Dingen, sich in spezieller Literatur schlau zu machen, welchen Boden deine Pflänzchen benötigen.

Wichtig ist vor allem, dass man eine “gute Qualität” von Pflanzenerde nimmt. Je besser die Nahrung (Erde) desto besser wird das Ergebnis sein! Ich persönlich ziehe Bio-Erde vor, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden und ausprobieren.

Die übliche Balkonbepflanzung von Geranien, Petunien, Männertreu usw., kommt mit “normalem” Boden aus. Hortensien und Walderdbeeren zum Beispiel, lieben einen eher “sauren” Boden, der dem des Waldbodens nahe kommt. Auch Blaubeeren, Kulturheidelbeeren lieben einen “sauren” Boden, wie auch Koniferen, um nur mal ein paar Beispiele zu nennen.

Viele Kräuter hingegen lieben einen “mageren” Boden und möchten nicht viel Dünger, denn das tut ihnen nicht gut.

Dann gibt es “starkzehrende” Pflanzen, wie z. B. Kürbis, Kohl, Obstbäume, Erdbeeren und noch viele, viele andere mehr, die sehr viel Nährstoffe benötigen, so dass diese Pflanzenerde wieder ganz andere Anforderungen an die Zusammensetzung stellt.

Zitrusfrüchte benötigen wiederum leicht saure, gut durchlässige Pflanzenerde. Im Handel gibt es dafür spezielle Mischungen. Aber auch Kübelpflanzenerde mit einer Zumischung von Blähton oder Bims kann man hierfür gut verwenden.

Ihr seht schon, es gibt vieles zu beachten, was die Pflanzenerde betrifft. Aber es ist auch nicht schwer. Manchmal muss man einfach anfangen und es auch ausprobieren. Wichtig ist, zu bedenken, in einem Kübel sind die Nährstoffe begrenzt und auch schnell verbraucht, so dass wir immer darauf achten müssen, das unseren Pflanzen über die gesamte Saison genügend “Nahrung” zur Verfügung steht.


Pflanzenerde & Bio-Erde ohne Torf


Tipp zu “verbrauchter” Pflanzenerde

Für den Balkon wird immer eine Menge an Pflanzenerde benötigt. Unter Umständen ist das eine ganz schöne Schlepperei, gerade auch dann, wenn man in den oberen Etagen eines Mietshauses ohne Aufzug, wohnt.

Inzwischen kaufe ich gar keine “neue” Erde mehr und verwende immer die Erde aus dem Vorjahr, die ich in einem großen “Laubsack” (Bild) im Herbst sammele, wenn die verblühten Kästen entfernt werden. 

Nachdem alle Pflanzen- und Wurzelreste aus der Erde entfernt wurden, kommt die “gesäuberte” Erde, die dann noch über ist, in den Laubsack. Er steht bei mir auf einem Rollwagen, da er auch sehr schwer ist, so lässt er sich wesentlich leichter bewegen.

Die Erde aus dem Vorjahr ist zwar meistens nährstoffmäßig aufgebraucht, dennoch ist diese Erde ja nicht schlecht und zu schade, um sie zu entsorgen.

Anfangs habe ich dieser Erde immer einen ganzen Sack TerraVerm Wurmhumus unter gemischt. Das reicht völlig aus, um wieder eine gute Erde für das neue Jahr zu haben, zumindest habe ich diese Erfahrungen gemacht. Inzwischen nehme ich meinen eigenen Wurmkompost für diesen Zweck und da bin ich auch nicht gerade sparsam mit der Zugabe von Wurmhumus.

Mit Wurmkompost kannst du nichts überdüngen, von daher einfach aus dem Gefühl heraus die alte Erde mit Wurmkompost mischen und du hast super Pflanzenerde für die kommende Saison. Diese Erde nehme ich allerdings nicht für meine Heidelbeeren, denn sie benötigen einen “sauren” Boden. Hierfür sind Fertigmischungen aus dem Handel ratsam.

Wer Pflanzenerde käuflich erwerben will, sollte aber wirklich auf eine gute Qualität achten, du wirst es am Wachstum deiner Pflanzen und der Qualität deiner Früchte merken … 😉


Bio-Erde BeerenObst ohne Torf