Allgemeine Infos zu Beeren auf Balkon & Terrasse

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Beeren auf Balkon & Terrasse bevorzugen im Allgemeinen einen sonnigen, warmen und geschützten Standort. Teilweise gedeihen sie aber auch im Halbschatten. Nur am geeigneten Standort kommt es zu der gewünschten Reife und die Früchte entwickeln einen tollen Geschmack. Beeren sind “Freiland”-pflanzen und müssen bis zum Einpflanzen im Kübel im Freien aufgehoben werden.

Alle Beeren-Sträucher & -Stämmchen mit festem Erd-/Topfballen bzw. Container werden an einen schattigen, windgeschützten Platz gestellt und angegossen, falls du sie nicht direkt einpflanzen kannst. Die Erdballen können, wenn sie längere Zeit auf das Einpflanzen warten müssen oder es extrem kalt ist, mit Erde oder feuchtem Rindenmulch abgedeckt werden.

Reine Wurzelware sollte allerdings immer sofort, nachdem sie gut gewässert wurde, eingepflanzt werden.

Boden

Die meisten Beerensorten (außer Moorbeetpflanzen wie beispielsweise Heidelbeeren oder Preiselbeeren) gedeihen im “normalen Gartenboden”, d.h., ein Boden, der humushaltig, nahrhaft, krümelig und gut durchlässig ist. Er sollte zudem leicht kalkhaltig sein und somit in einem ph-Bereich von ca. 7,0 oder leicht darüber liegen.

Pflanzenerde für Beerenobst die du käuflich erwerben kannst, ist fix und fertig und auf die Bedürfnisse von Beerenobst abgestimmt, sodass du nur noch deine Pflanzen oder Beeren-Bäumchen/Sträucher einpflanzen brauchst.

Hinweis: Die soeben genannte Pflanzenerde ist allerdings nicht für Heidelbeeren oder Preiselbeeren geeignet – diese Pflanzen benötigen einen “sauren” Boden und daher eine spezielle Erde wie beispielsweise Floragard Bio Rhodohum ohne Torf oder Moorbeeterde.

Bodenvorbereitung

Der Bodenvorbereitung kommt eine große Bedeutung zu, da Beerensträucher oder -Stämmchen für einen langen Zeitraum im gleichen Kübel/Pflanzbehälter bleiben.

Bodenverbesserung

Angestrebt wird ein gut durchlüfteter Boden, der Feuchtigkeit und Nährstoffe speichert, trotzdem aber nicht zu Staunässe neigt. Bodenverbesserung bedeutet oft nichts anderes als eine Humuszufuhr. Sie ist vor allem für schwere, nasse und sehr leichte, sandige Böden absolut notwendig. Nur der Humusgehalt entscheidet über die Fruchtbarkeit des Bodens.

So eignen sich besonders Rindenhumus, Kompost– oder Lauberde zur Beimischung. Um einen Boden leichter bzw. schwerer zu machen, werden Sand bzw. Lehm verwendet. Um den Boden “locker” zu machen, verwende ich selbst auch mal “Blähton“, welchen ich unter die Erdmischung gebe. Ganz wichtig sind hier auch Wasserabzugslöcher in den jeweiligen Pflanzbehältern, damit keine Staunässe entsteht.

Pflanzung

Die besten Pflanzzeiten sind das Frühjahr und der Herbst, allerdings ist man durch die Pflanzenanzucht in Töpfen bzw. Containern nicht mehr an die traditionellen Pflanzzeiten gebunden.

Die Pflanzen werden beim Austopfen – im Gegensatz zum früheren Graben – nicht mehr im Wachstum gestört und können so zu jeder Zeit ungehindert weiterwachsen. Sollten die Wurzelballen trocken sein, dann werden sie vor der Pflanzung solange ins Wasser gestellt, bis sie sich vollgesogen haben und keine Luftblasen mehr aufsteigen. Ausgetopfte Pflanzen und vor allem solche mit “nackten” Wurzeln müssen so schnell wie möglich in die Erde, da sonst Sonne und Wind sie schädigen könnten.

Für die Pflanzung wird ein ausreichend großer Pfanzbehälter benötigt. Als Faustregel gilt: Der Pflanzenkübel sollte mindestens doppelt so tief und breit wie das jeweilige Ballenmaß sein. Zu allererst kommt eine dicke Drainageschicht, damit das überflüssige Gieswasser gut abfließen kann. Die Pflanzerde dann mit humusbildenden Stoffen wie z.B. Rindenhumus oder Kompost, (bitte ohne Torfzusatz)  gut vermischen. 

Vor dem Einsetzen werden noch beschädigte Wurzeln mit einer scharfen Schere bis in das gesunde, weißliche Gewebe rausgeschnitten. Jede Pflanze kommt so tief in die Erde, wie sie auch vorher gestanden hat, was man ja gut am Wurzelballen erkennen kann. Jetzt erst wird bei ballierten Pflanzen das Ballentuch am Wurzelhals aufgeschnitten und im Loch verteilt, so dass der Ballen oben frei liegt. Das Material zersetzt sich im Laufe der Zeit.

Beim Auffüllen des Pflanzkübels mit der zurechtgemischten Erde werden wurzelnackte Pflanzen leicht gerüttelt, damit sich Hohlräume zwischen den Wurzeln mit der Erde füllen können. Um einen guten “Bodenschluss” zu erzielen, muss der Boden um den Ballen herum fest angedrückt bzw. getreten werden.

Nach der Pflanzung wird noch gründlich angegossen. Dieses Einschlämmen schließt auch die letzten Hohlräume. Bei größeren Pflanzen erleichtert zudem ein Gießrand aus angehäufelter Erde das durchdringende Wässern.

Beim Setzen von kleineren Pflanzen im Spätherbst ist bei ungünstigen Witterungsbedingungen im Winter ein “Hochfrieren” möglich. Die so betroffenen Pflanzungen müssen im Frühjahr dann, sobald der Boden frostfrei ist, wieder festgedrückt bzw. -getreten werden.

Mulchen

Frisch gepflanzte, noch nicht zusammengewachsene Flächen werden mit einer Schicht Rindenmulch wie beispielsweise Pinienrinde oder auch Lauberde, Laub oder Blähton abgedeckt. Das geschieht nicht nur wegen der Optik, sondern die Pflanzerde bleibt feucht, kühl und locker und die Bodenoberfläche wird vor dem Verkrusten bewahrt. Außerdem wird der Unkrautwuchs vermindert und durch Laub oder Mulch wird zusätzlich eine Humuszufuhr sichergestellt. Lest auch beim Thema: Mulch & Mulchen, dort erhälst du weitere Infos dazu.

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Pflege

In Trockenzeiten und bis zum völligen Anwachsen ist das Überbrausen der Pflanzen morgens oder in den frühen Abendstunden sehr günstig. Dabei darf der Boden nicht verschlämmen, was sehr schnell geschehen kann, wenn nicht gemulcht wurde.

Düngung

Pflanzendünger speziell für Beerenobst versorgt die Beerensträucher mit den wichtigsten Nährstoffen. Heidelbeeren, Cranberries und Preiselbeeren gehören zu den Heidekrautgewächsen, die einen sauren Boden benötigen. Bei diesen Gewächsen sollte ein spezieller Dünger, wie den für Heidelbeeren, verwendet werden.

Hier findest du weitere Seiten zu verschiedenen Beeren-Sorten.