Geduld bei der Fütterung

Wer unsere Wildvögel auf Balkon & Terrasse füttert, braucht vor allem eines: Geduld!

Besonders am Anfang, wenn du gerade angefangen bist, die Vögel zu füttern, braucht es wirklich Geduld, denn es dauert meistens eine ganze Weile, bis die Vögel neue Futterplätze annehmen. Egal, ob es Futterknödel sind, Futterschalen oder ein Futterhäuschen ist. Wenn dann aber der erste Vogel an der Futterstelle eingetroffen ist, werden sehr schnell weitere Vögel folgen. 

Das gleiche gilt, wenn zu den vorhandenen Futterschalen oder Futterhalterungen, weitere neue Futterstellen angeboten werden – auch hierbei dauert es eine ganze Weile, bis die neuen Futterstellen angenommen werden. 

Ich hatte vor einiger Zeit eine kleine Geflügeltränke angeschafft, da ich dachte, dass sie als Tränke besser wäre, aber es hat Wochen gedauert bis der erste Vogel daraus getrunken hat. Inzwischen habe ich diese Tränke aber wieder gegen eine Wasserschale ausgetauscht, da sich in den Rillen des Schraubverschlusses Schimmel gebildet hatte. Eine Tonschale für das Wasser lässt sich wesentlich besser sauber halten.  

Ein anderes Beispiel: Diese Erdnussbutter (Abb. links) die z.B. unter anderem auch gerne von unseren Rotkehlchen gefressen wird – haben sie in der ersten Zeit überhaupt nicht gefressen. Zunächst hatte ich diese Stangen in einer Halterung aufgehangen – kein Vogel hat davon gefressen. 

Später habe ich dann diese Futtermasse in kleine Stückchen abgebrochen und in eine Futterschale gebröselt. Und siehe da …, von da an haben sie das Futter angenommen und sind regelrecht darüber hergefallen. Manchmal ist das echt witzig. Diese Futterstangen lassen sich mit 2 Fingern ganz leicht zerbröseln, sodass man immer kleine Mengen davon anbieten kann. 

Wenn du also auch Futtersorten hast, welche die Vögel nicht anrühren, dann ruhig mal eine andere Form der Anbietung ausprobieren – das obere Beispiel zeigt es ja, dass es manchmal nur ein paar kleiner Änderungen bedarf. 

Geduld ist auch erforderlich, wenn du bestimmte Vogelarten anlocken möchtest

Wer z. B. den wunderschönen Stieglitz an den Futterplatz locken möchte, braucht manchmal wochenlang oder gar monatelang Geduld. Das geht sehr gut mit speziellem Futter wie dem Nijer (Nigersamen) Bisher habe ich erst einmal einen Stieglitz bei uns unten im Garten gesehen – bei uns kommen sie nicht so häufig vor – aber in anderen Gegenden ist er in großen Schwärmen zuhause und wenn die Stielitze ihr Lieblingsfutter einmal entdeckt haben, werden sie zuhauf auch am Futterplatz erscheinen. 

Ebenso bei Futterknödeln ...

Meisenknödel & Co. – nicht alle Vogelarten fressen an den Futtersäulen, bzw. am Meisenknödelhalter (die sog. Bodenfresser fressen nur vom Boden), mögen aber dennoch die Futterknödel. 

Es ist sinnvoll, den einen oder anderen Knödel etwas zu zerdrücken und in einer Futterschale mit aufzustellen. Aber auf keinen Fall einen „ganzen“ Futterknödel in die Schale legen, denn ich habe es schon erlebt, dass eine Krähe mit einem ganzen Knödel im Schnabel weggeflogen ist. Anfangs hatte ich nämlich einfach ein paar Knödel auf den Boden in unserem Gemeinschaftsgarten verteilt, damit die Bodenfresser auch davon picken können. Damit, dass die Krähen gleich den ganzen Knödel mitnehmen, damit hab ich ja nicht gerechnet. 😉

Auch auf dem Balkon oder der Terrasse kannst du es nicht verhindern, dass die größeren Vögel sich auch am Futter bedienen, von daher ist es ratsam die Futterknödel zu zerdrücken und dann in ein Schälchen zu geben oder wer im Garten füttert, die Brösel mit auf den Boden zu streuen.